Thomas Bruderhofer

Thomas Bruderhofer

GEG (GebäudeEnergieGesetz)

Das GEG wird derzeit erarbeitet. Es soll zur Bündelung des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG),
der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG)

dienen.

 

EWärmeG (Gesetz zur Nutzung erneuerbarer Wärmeenergie - Erneuerbare-Wärme-Gesetz)

Die Novelle des in Baden-Württemberg geltenden EWärmeG ist seit 1. Juli 2015 in Kraft.
Das Gesetz schreibt eine anteilige Nutzung erneuerbarer Energie bei der Wärmeversorgung 
vor und gilt bei einem Heizungstausch für Gebäude, die vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurden.

 

Die Anforderungen des EWärmeG können durch den Einsatz entsprechender Anlagentechnik oder
durch Ersatzmaßnahmen erfüllt werden. Nach Austausch der Heizungsanlage ist der zuständigen
Behörde die Erfüllung des EWärmeG nachzuweisen.

 

Die Novelle der EnEV 2014 ist am 1. Mai 2014 in Kraft getreten.

Energieausweise für Wohngebäude

Die Verpflichtung zur Erstellung von Energieausweisen ergibt sich durch die Verordnung.
Die EnEV 2014 gibt vor, dass Eigentümer von Immobilien bei Verkauf oder Neuvermietung
dem potenziellen Käufer/Mieter einen Energieausweis vorzulegen haben. Unverzüglich
nach Abschluss des Vertrages ist der Ausweis oder eine Kopie hiervon zu übergeben.

 

Für ein bestehendes Gebäude kann der Energieausweis sowohl auf Grundlage des ingenieurmäßig
berechneten Energiebedarfs (Energiebedarfsausweis), als auch auf Grundlage des gemessenen
Energieverbrauchs (Energie­verbrauchsausweis) erstellt werden.

 

Für Häuser mit bis zu vier Wohneinheiten, für die der Bauantrag vor dem 1.11.1977 gestellt wurde,  sind
bedarfs­orientierte Gebäudeenergieausweise Pflicht. Bei größeren Objekten und bei Gebäuden neueren
Baujahrs sowie für ältere Gebäude, welche das Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung von
1977 erfüllen, kann der Eigen­tümer zwischen Energiebedarfs- und Energieverbrauchsausweis wählen.

 

Bis zum Inkrafttreten der EnEV 2007 bzw. bis zu der dort festgelegten Frist, bestand für  Wohngebäude
die Wahl­frei­heit zwischen  dem verbrauchs- und dem  bedarfsorientierten Energieausweis.
Wer Mittel für Sanierungsmaßnahmen aus staatlichen Förderprogrammen bekommen möchte, sollte
einen be­darfs­orientierten Energieausweis haben. Dieser ist aussagekräftiger und macht die energetische
Qualität von Gebäuden vergleichbarer.

 

Weiterhin ergeben sich für bestehende Gebäude "Nachrüstpflichten". So sind beispielsweise
oberste Geschossdecken zu dämmen und alte Heizungsanlagen auszutauschen.


© Thomas Bruderhofer



 

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